Lokal verankert und international relevant – auch im Ausstellungsprogramm des Kunsthauses Göttingen spiegelt sich
dieser zentrale Aspekt wider.

ausstellungen

Im Rahmen von Wechselausstellungen sollen in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Künstler*innen bis zu vier Ausstellungen im Jahr entstehen, die Zeichnungen, Druckgrafik, Buch- und Plakatkunst sowie Fotografie und Video präsentieren. Ausstellungen einzelner Künstler*innen gehören ebenso zum Konzept wie umfangreiche Gruppenausstellungen unterschiedlicher Arbeitsansätze.

Die Göttinger Firma Sartorius schenkt den Besuchern in den ersten fünf Jahren den Eintritt zu alle Ausstellungen des Kunsthauses.

Den Auftakt macht eine umfassende Einzelausstellung der New Yorker Künstlerin Roni Horn, gefolgt von einer Gruppenausstellung zum Thema »Modell Tier – Allianzen«. Beide Ausstellungen werden von Ute Eskildsen kuratiert. Als dritte ist eine Doppelausstellung der sehr unterschiedlichen afrikanischen Künstler Banale Khoza (*1994) und Santu Mofokeng (*1956) geplant, kuratiert wird die Ausstellung von Joshua Chuang.

 

 

 

Roni Horn – Zeichnung – Buch – Fotografie

Roni Horn, geboren 1955 in New York, studierte an der Rhode Island School of Design und an der Yale University. Ein Reisestipendium ermöglichte ihr einen mehrmonatigen Aufenthalt in Island, der ihr künstlerisches Schaffen seither prägt. Horn lebt und arbeitet heute in New York und Island, ihre Arbeiten wurden in umfangreichen Ausstellungen international präsentiert und befinden sich in einigen der namhaftesten Museen der Welt.

»Each form, to me, comments on and enriches the experience of the other.«

»Für mich kommentiert und bereichert jede einzelne Form das Erlebnis der jeweils anderen.«

Roni Horn

Roni Horn entwickelt stets äußerst innovative und hoch poetische Arbeiten. Sie kreisen z.B. um die Wandlungsfähigkeit von Identitäten, die Instabilität von Ort und Zeit, von Formen und Sprache. In allen Arbeiten sind Worte, Sätze oder auch Titel einbezogen – Sprache und Literaturbezüge sind ein wesentlicher Aspekt des Werkes. Das künstlerische Medium reicht dabei von der Zeichnung über Fotografie und Skulptur bis hin zum Buch. Das fotografische Verfahren mit seiner spezifischen Abbildungsqualität interessiert Horn als Medium der Bildung von Präsenz und Isolierung, nicht als Dokumentationsmittel. Der Betrachter wird über die Referenz zum Realen an das Sujet geführt, aber durch die Wiederholungen und Variationen des Dargestellten entzieht sich ihm eine eindeutige Interpretation.

Die Ausstellung im Kunsthaus Göttingen zeigt einen Einblick in ihr vielfältiges künstlerisches Schaffen. Ergänzt wird die Ausstellung von einem umfangreichen Begleitprogramm, das zusammen mit der Künstlerin erarbeitet wird.

»Das Kunstwerk ist das allergrößte Rätsel, aber der Mensch ist die Lösung«

Joseph Beuys

Begleitprogramm

Parallel zu den Ausstellungen werden Workshops und Vorträge organisiert und Diskussionen veranstaltet. Für Kinder, Jugendliche, aber auch für Erwachsene bieten wir ein vielseitiges Programm zum Schulen der Wahrnehmung und aktiven Erleben von künstlerischen Ideen an. Für Schulklassen wird ein spezielles Programm angeboten.
Das Erleben und Vermitteln der Ausstellungen schafft gemeinsame Erfahrungen, die vielseitige Perspektiven eröffnen und Horizonte erweitern. Besucher*innen werden mit schönen, aber auch widersprüchlichen und verstörenden Bildwelten konfrontiert und herausgefordert.