Vision Kunsthaus Göttingen

Foto: © Jim Dine

Mit dem Kunsthaus Göttingen entsteht ein internationales Haus, das der Gegenwartskunst einen festen Platz in der Kultur der Stadt, aber auch überregional bereitstellt. Es ergänzt die Kunstlandschaft zwischen Hannover und Wolfsburg mit ihren zahlreichen Museen sowie Kassel, bekannt für die Documenta.

Die Vision geht über eine reine Ausstellungsfläche für Kunst hinaus, indem das Kunsthaus Göttingen ein Teil des öffentlichen Lebens wird. Dabei steht die Demokratisierung des Hauses und damit verbunden eine aktive Rolle des Besuchers im Vordergrund der kuratorischen Bemühungen. Frei nach Joseph Beuys, der Kunst als das Rätsel, und den Menschen als die Lösung bezeichnete, werden die Besucher als Teil der Ausstellungen gesehen.

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Im Entstehen sind ideale architektonische Räume  für ein Kunsterlebnis – das Kunsthaus Göttingen soll ein Ort der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen bildnerischen Positionen und Kunstformen sein. Es wird ein lebendiger Ort geschaffen werden, der Neugierde weckt, an dem visuelles Schaffen gezeigt und vermittelt wird – an dem man sich gerne aufhält.

Ambitioniert werden wir, auch in Kooperation mit lokalen Institutionen, dem Publikum unsere Projekte vermitteln und überregionale Ausstrahlung und Zusammenarbeit erarbeiten.«

Ute Eskildsen, Kuratorin Kunsthaus Göttingen

Das Kunsthaus Göttingen ist dabei eine Art Gegenort zu einer hektischen Lebenswelt, wobei die Interaktion mit den Kunstwerken Möglichkeiten zu ästhetischen Erfahrungen und individueller sowie gemeinsamer Kunstbetrachtung bieten.

Die öffentliche Institution kann dabei, ganz im Sinne des amerikanischen Soziologen Eric Klinenberg, als Grundlage der Zivilgesellschaft gesehen werden – und das selbst „in Zeiten von Zerstäubung und Ungleichheit.“

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Öffentliche Institutionen sind es, die selbst in Zeiten der Zerstäubung und Ungleichheit als Grundlage der Zivilgesellschaft dienen […]. Dies sind die Art von Orten, an denen öffentliche, private und philanthropische Sektoren zusammenarbeiten können, um etwas Höheres zu erreichen, als den kleinsten gemeinsamen Nenner.«

Eric Klinenberg, Autor „Palaces for the people“

Gleichzeitig soll auch auf die ausgestellten Künstler*innen zugegangen, und ihnen mit dem Kunsthaus Göttingen ein Freiraum für ihre Arbeit geboten werden. Als Partizipatoren und Vermittler ihres eigenen Werks können sie die Ausstellungen im Haus zu einem Ort des kreativen Austauschs machen. Ganz im Sinne der „relationalen Ästhetik“ von Nicolas Bourriaud können die Künstler*innen mit ihren Konzepten und Ideen Zwischenräume schaffen, die Dialoge fördern und ein Gegenpol zur Außenwelt schaffen.

Ein besonderes Anliegen des Kunsthauses Göttingen soll dabei die Vermittlung der Kunst, besonders auch an junge Besucher*innen sein. Für Schulklassen, aber auch Studierende, werden spezielle Programme und Angebote erarbeitet, welche die Künstler*innen und Ausstellungen näher bringen.

Das Erleben und Vermitteln der Ausstellungen schafft dabei gemeinsame Erfahrungen, die vielfältige Perspektiven eröffnen und Horizonte erweitern. Das Kunsthaus Göttingen als Basis und Raum für diese Entwicklung zu etablieren, ist erklärtes Ziel des Hauses.

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