»Über die Ausstellung internationaler Kunst hinaus versteht sich das Kunsthaus Göttingen als Ort für Bildung, Vermittlung und Interaktion mit Kunst.«

– Lotte Dinse, künstlerische Leiterin

Über Uns

Das Kunsthaus Göttingen ist ein Ausstellungshaus für Arbeiten auf Papier, Fotografie und neue Medien, das im Juni 2021 eröffnet hat. Der Ausstellungsschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Kunst mit internationaler Ausrichtung. Bei der kuratorischen Planung steht die enge Zusammenarbeit mit den Künstler*innen selbst im Vordergrund, die damit nicht nur eine Bühne für ihre Arbeiten, sondern auch die Chance für Neuproduktionen, Kooperationen und interaktive Projekte bekommen.

‍Pro Jahr sind vier große Ausstellungen als umfangreiche Einzel- oder Gruppenausstellungen geplant, die auf drei Ebenen in großzügigen Galerieräumen gezeigt werden. Zu jeder Ausstellung bieten wir ein vielfältiges Begleitprogramm, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Kontinuierlich werden zwischen größeren Ausstellungen kurze INBETWEEN- Ausstellungen gezeigt, in denen ausgewählte Künstler*innen die Präsentationsformen für ihre Arbeit erproben können.

Hier finden Sie unseren  Kunsthaus-Flyer zum Download!

Mission

Das Kunsthaus Göttingen ist konzeptuell darauf ausgerichtet, zeitgenössische internationale Künstler*innen zu zeigen und legt dabei den besonderen Fokus auf Arbeiten auf Papier. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal von überaus großem Wert, denn nur wenige Häuser deutschland- und europaweit setzen diesen Schwerpunkt. Nicht nur wollen wir diesen Medien damit einen eigenen Raum und damit die verdiente Beachtung zuteil werden lassen, sondern auch den Besucher*innen die Möglichkeit geben, die damit verbundenen künstlerischen Techniken und Gestaltungsformen kennenzulernen und zu genießen. 

Grafik, Plakatkunst und Fotografie sind „nahbare“, demokratische Medien: fast jeder hat oder hatte mit ihnen zu tun. Diese Kunstformen bieten den Besucher*innen daher schnell und problemlos die Möglichkeit, den direkten Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit herzustellen und Hemmschwellen in der Auseinandersetzung mit Kunst abzubauen.

Diese Ausrichtung geht Hand in Hand mit unserem Leitgedanken „Wir sind ein Haus für Alle“. Statt als elitärer Elfenbeinturm versteht sich das Kunsthaus Göttingen als Ort zum Staunen, zum Mitmachen, als Ort, der Neugierde weckt und inspiriert, als Ort des Austausches und als Treffpunkt für Alle, unabhängig von Alter, Bildung, Geldbeutel oder Nationalität. Dieses Anliegen spiegelt sich in der konzeptuellen und künstlerischen Ausrichtung sowohl der Ausstellungen als auch des Begleitprogramms und der Kooperationen wider.

Unsere Ziele dabei sind:

  • Bildkompetenz vermitteln
  • Außerschulischer Lern- und Bildungsort sein
  • Ort für Kommunikation und Austausch
  • Bezug zu Lebenswirklichkeiten herstellen
  • Gegenwartsthemen erfahrbar machen jenseits herkömmlicher Medien und Kanäle
  • Generationenübergreifende, multiperspektivische Auseinandersetzung mit virulenten/ aktuellen Themen und Inhalten ermöglichen und fördern


Die Auseinandersetzung mit künstlerischen Themen, aber auch mit den Problemstellungen unserer Zeit steht im Vordergrund. So haben die Besucher*innen und Teilnehmer*innen der Vermittlungsangebote die Gelegenheit, bestimmte Themen aus Perspektive der Kunst zu betrachten, spannende Vordenker*innen kennenzulernen und das eigene kritische Denken neu zu entdecken. Das Kunsthaus Göttingen versteht sich damit als interdisziplinärer, interaktiver, offener Think Tank und Impulsgeber – für eine Weiterentwicklung der Demokratie und für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Historie

Die Idee für das Kunsthaus Göttingen wurde aus dem Gedanken heraus geboren, bildender Kunst mehr Raum und Präsenz in der Stadt Göttingen zu geben. Bereits 2008 stellten der Initiator der Idee, der Verleger Gerhard Steidl, und der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Meyer die Vision eines Kunstquartiers mit dem Kunsthaus als Mittelpunkt vor. Mit maßgeblicher politischer Unterstützung des Göttinger Oberbürgermeisters Rolf-Georg Köhler (2014-2021) sowie dem Göttinger Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (†2020) konnte die Idee in den Folgejahren realisiert werden. Die Stadt hat für das gemeinsam mit Gerhard Steidl geplante Projekt Fördermittel in Höhe von 4,5 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm »Nationale Projekte des Städtebaus« erhalten. Der Duderstädter Unternehmer Hans Georg Näder unterstützte den Bau des Kunsthauses mit einer Million Euro.

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Initiator des Kunsthauses Göttingen

Gerhard Steidl

Durch seine langjährige Initiative zur Realisierung des Hauses und durch die ehrenamtliche Tätigkeit als Gründungsdirektor in der Anfangsphase ist Gerhard Steidl dem Kunsthaus eng verbunden und auch für die Zukunft sind – wo es passt – kooperative Projekte anvisiert. Gerhard Steidl führt den international tätigen Steidl Verlag in der Nähe des Kunsthauses Göttingen. Bereits 1969 druckte er Plakate und Multiples von Künstlern wie Joseph Beuys und Klaus Staeck und verlegt heute ausgewählte Kunst- und Fotografiebände, Literatur und politische Sachbücher. Neben dem Büchermachen konzipiert und kuratiert Gerhard Steidl Ausstellungen weltweit.

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2016 bekam das Architekturstudio Atelier ST aus Leipzig nach einem internationalen Architektenwettbewerb den Zuschlag für die Architektur- und Generalplanung am Kunsthaus Göttingen. Als regionaler Partner für die anspruchsvolle Aufgabe der Bauleitung wurde ab Herbst 2017 die Göttinger ONP planungs + projekt GmbH hinzugezogen. Als Ansprechpartner vor Ort die Arbeiten koordinierte, so dass das Atelier ST sich in der Endphase des Baus auf die künstlerische Oberleitung konzentrieren konnte. 2019 feierte das Gebäude Richtfest und im Dezember wurde für die Vorbereitung und den späteren Betrieb des Hauses die Kunsthaus Göttingen gGmbH gegründet.

In der Gründungsphase und in den ersten zwei Jahren des Betriebs übernahmen Alfons von Uslar (ehrenamtlicher Geschäftsführer) und Dorle Meyer (Prokuristin) die Geschäftsleitung des Hauses. Maßgebliche Unterstützung boten in dieser Zeit Gerhard Steidl (Steidl Verlag) als Gründungsdirektor und Ute Eskildsen (ehemals Folkwang-Museum Essen) als Gründungskuratorin, die die ersten hochkarätigen Ausstellungen organisierten.

Architektur & Innenhof

Die Architekten Silvia Schellenberg-Thaut und Sebastian Thaut verbinden in ihren Arbeiten Tradition und Gegenwart. So auch bei ihrem Konzept für das Kunsthaus Göttingen: Seine äußere Erscheinung transformiert regionaltypische Details und Geometrien aus dem Kontext der Göttinger Altstadtbebauung in eine eigenständige, moderne Museumsarchitektur. Der Berliner Landschaftsarchitekt Stefan Bernard gewann 2017 den Wettbewerb für die Gestaltung des Innenhofs. 

Haus

Das viergeschossige Haus mit Spitzdach orientiert sich an den benachbarten Fachwerkhäusern – auch hier erweitert sich nach oben hin die Grundfläche. Der gerillte Putz der Fassade weckt zudem Erinnerungen an Lagerhäuser aus der Straße und Umgebung. Das Foyer des Kunsthauses wird über den Hauptzugang von der Düsteren Straße betreten und gibt auf der gegenüberliegenden Seite den Blick zum begrünten Innenhof frei. Rechter Hand liegt die erste Galerie. Die Besonderheit des Baus sind drei ca. 120 m2 große und 3,20 m hohe stützenfreie Galerieräume. Dies erlaubt über alle Geschosse ein Höchstmaß an Flexibilität im Arrangement verschiedener Ausstellungskonzeptionen. Um die Papierarbeiten zu schützen und Videoinstallationen und Projektionen zu ermöglichen, hat jeder Galerieraum nur ein schmales, bodentiefes Fenster, das bei Bedarf verdeckt werden kann. Zusätzlich zu den drei Galerien verfügt das Haus über einen kleineren Ausstellungsraum. Im Dachgeschoss gibt es zudem ein ca. 100 m2 großes »Forum« für Vermittlungsarbeit und Sonderveranstaltungen. Das Kunsthaus Göttingen hat damit insgesamt eine Ausstellungsfläche von 500 m2 (inkl. Forum).

Garten

Durch das Foyer des Hauses erreicht man einen Innenhof. Das Kunsthaus teilt sich den Innenhof mit dem Buchladen Rote Straße. Der Hof ist gleichsam Garten des Hauses. Unweit der Haupteinkaufsstraßen liegt damit eine grüne Oase, ein Ort des zwanglosen Zusammentreffens, Verweilens und Austausches. Wie bereits in der Vergangenheit gibt es an dieser Stelle auch wieder einen Kinderspielplatz – der Ort der Begegnung wird damit zusätzlich attraktiv. Darüber hinaus bietet der Hof auch Kunstgenuss: hier erwartet die Besucher mit dem »House of Words« – einem Pavillon mit der Rauminstallation »Poet Singing (The Flowering Sheets)« des US-amerikanischen Pop-Art-Künstlers Jim Dine – ein besonderes Highlight. Das House of Words gibt während der Öffnungszeiten des Kunsthauses am Wochenende (14-18 Uhr auf Nachfrage an der Kasse) Einblicke in ein beeindruckendes Skulpturenensemble mit einer zentralen Porträtbüste Jim Dines und raumgreifende Wandzeichnungen. 

KuQua – Das Kunstquartier

Seit 2008 verfolgen die Stadt Göttingen und der Verleger Gerhard Steidl die Idee des  Kunstquartiers . Es liegt zwischen Düsterer Straße, Nikolaikirchhof, Nikolaistraße und Turmstraße im historischen Kern der Stadt. Im Quartier befinden sich schon heute, als »Keimzellen« des Kunstquartiers, ein Künstler-Atelier, eine Werkstatt für handwerkliche Bilderrahmenherstellung, zwei Buchbindereien, eine private Bildergalerie, ein Buchladen, das Literarische Zentrum, das Büro des Göttinger Literaturherbstes, ein international tätiger Verlag für Literatur und Fotografie und ein Studio für hochwertige Ausstellungsdrucke. Als Ausstellungs- und Veranstaltungsort ist das Günter-Grass-Archiv, das zur Universität Göttingen gehört, seit 2015 in Betrieb. Es wurde im Jahr 2016 mit dem »Preis für Denkmalpflege« der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet. Das Kunsthaus Göttingen bereichert das KuQua und damit die Stadt Göttingen um einen zentralen neuen Baustein: ein Haus mit weitreichender Strahlkraft, dessen Ausstellungsschwerpunkt auf aktuellen Positionen der internationalen Gegenwartskunst unterschiedlicher Medien liegt – einen “Kunstanker” in Südniedersachsen. Als Herzstück des Kunstquartiers verspricht es eine weitere, wertvolle Belebung der Göttinger Kulturlandschaft und ist damit der wichtigste Schritt in der Quartiersentwicklung. Ganz im Sinne des KuQua-Mottos »Ein Viertel wird ein Ganzes« setzt sich das Kunsthaus Göttingen für ein Miteinander der benachbarten Einrichtungen ein und setzt auf gemeinsame Events im Innenhof.

Team

Das Kunsthauses Göttingen wird von der Geschäftsführerin & künstlerische Leitung Dr. Dorle Meyer geleitet und inhaltlich verantwortet. Die Kuration wird zum Teil ergänzend von hochkarätigen, wechselnden Gastkuratoren übernommen. Weitere Teammitglieder sind die Assistentin der Geschäftsführung Antje Mebus, die Koordinatorin der Kunstvermittlung Lisa-Marie Pfefferkorn, der Event- und Haustechniker Markus Risting, die Assistentin Jasmin Woll, Malena Graf für den Bereich Social Media und Tobias Schnoor für die Webseite. Zusätzlich unterstützen freie Mitarbeiter*innen die Arbeit im Bereich Vermittlung, Kasse und Aufsicht.

Geschäftsführung & Künstlerische Leitung


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KONTAKT

+49 551 507 6887 22

dm@kunsthaus-goettingen.de

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Dorle Meyer

Dr. Dorle Meyer steuert als Geschäftsführerin und Künstlerische Leiterin das Kunsthaus Göttingen und die Belange der gGmbH. Die promovierte Kunsthistorikerin hat neben Forschung und Lehre zu klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst viele Jahre im musealen Bereich gearbeitet. Nach Stationen in Kassel und Berlin war sie zuletzt als Projektmanagerin und Kuratorin am Deutschen Museum für den Aufbau des Zukunftsmuseums Nürnberg mitverantwortlich. 2020 kehrte sie nach Göttingen zurück und begleitete seit Gründung der gGmbH die organisatorische Aufstellung, den Team-Aufbau und die Inbetriebnahme des Hauses zunächst als Prokuristin. Seit 2022 leitet sie hauptverantwortlich den Betrieb des Hauses und die inhaltliche Ausrichtung.

Assistentin der Geschäftsführung


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KONTAKT

(Mo, Di & Mi von 8-13 Uhr und Do & Fr von 7.30-13.30 Uhr )


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Antje Mebus

Antje Mebus unterstützt als Assistentin der Geschäftsführung das Kunsthaus in allen Belangen. Als ausgebildete Bürokauffrau im Bereich Marken– und Unternehmenskommunikation und mit einem Master of Arts in Kunstgeschichte bringt sie umfangreiches Know–How in beiden Bereichen mit. Als Assistentin konnte sie bereits in der Berliner PR–Agentur ARTPRESS, in der zeitgenössischen Galerie Flieder, dem renommierten Berliner Auktionshaus HISTORIA sowie in der Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz Erfahrungen sammeln.

Aufbauorganisation & Technik

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KONTAKT

+49 551 507 6887 24 (Mo-Fr 8-12 Uhr)

mr@kunsthaus-goettingen.de

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Markus Risting

Markus Risting bereichert das Team des Kunsthauses als Haus- und Ausstellungstechniker. Mit seinem breitgefächerten und langjährigen Know-how im Bereich Elektronik und Handwerk unterstützt er tatkräftig die Ausstellungsaufbauten und ist Ansprechpartner für die Gewerke. Er engagiert sich gerne im Kunsthaus für ein attraktiveres Angebot in Göttingen, da er in der Region seit Jahrzehnten verwurzelt ist.

Bildung & Vermittlung

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KONTAKT

+49 551 507 6887 23

(Kontakt per E-Mail: Mo-Do 10-15 Uhr)

(Telefonische Sprechzeit: Di 13-15 Uhr)

lmp@kunsthaus-goettingen.de

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Lisa-Marie Pfefferkorn

Lisa-Marie Pfefferkorn ist Mitarbeiterin im Bereich Bildung und Vermittlung. Sie ist seit mehreren Jahren als freie Kunstvermittlerin im internationalen Raum tätig, unter anderem entwickelte sie Gesprächsformate und künstlerisch-praktische Workshops für Institutionen in Leipzig, Peru und Bolivien. Ihr Profil zeichnet sich durch inklusive und transkulturelle Ansätze aus, welche sie zudem auf den Bereich des Designs hin anwendet. Zuletzt arbeitete Sie im Feld der kulturellen Bildungsforschung in ländlichen Räumen an der Universität Leipzig. Seit Mitte Oktober 2023 gestaltet Sie nun das Vermittlungsprogramm des Kunsthauses.

Social Media & Content Creator

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Malena Graf

Malena Graf betreut im Kunsthaus die Social Media-Kanäle. Sie absolvierte ein Studium in Sozial- und Kulturanthropologie und Indologie in Göttingen, sowie an der Universität in Pune, Indien. Aktuell beendet sie ihren Master in Global Cultures an der Universität in Bologna, Italien, wo sie bis vor kurzem gelebt hat.

Kassenorganisation & Assistenz

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Jasmin Woll

Jasmin Woll unterstützt das Kunsthaus in den Bereichen Kassenführung und Assistenz. Neben ihrem Studium der Kunstgeschichte und Geschichte an der Georg-August-Universität in Göttingen sammelt sie so schon einige Erfahrungen für ihre spätere berufliche Laufbahn.

Webseitenbetreuung


Jan-Tobias Schnoor

Tobias Schnoor kümmert sich im Kunsthaus Göttingen um die Webseitenbetreuung. Er befindet sich in den letzten Zügen seines Studiums der Philosophie und Kunstwissenschaft in Kassel und hat kürzlich ein Studium der Sinologie in Göttingen begonnen.

Freie Mitarbeiter*Innen „Vermittlung“, Kassen- & Aufsichtskräfte

Der Betrieb des Hauses wird von einem engagierten Pool von Mitarbeiter*Innen im Bereich Kasse, Aufsicht und Führungen unterstützt. Hier haben auch Studierende die Möglichkeit erste Einblicke in den Kunstbetrieb zu gewinnen.

Stellenangebote

Praktika 

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