Sibel Horada (*1980 in Istanbul/ Türkei) untersucht oft Erinnerungen an abwesende Dinge, indem sie persönliche und kollektive Geschichten durchforstet. Nach ihrem BA-Abschluss an der Brown University in den Vereinigten Staaten absolvierte sie ihren MA an der Yıldız Technical University in Istanbul, wo sie auch weiterhin lebt. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine dynamische Beziehung zwischen Form und Text aus, die sich aus der Recherche in Archiven speist. Sie untersucht physische und metaphorische Orte der Auslöschung, der Verdrängung und der absichtlichen Manifestation des Schweigens.

In ihrer zweikanaligen Videoarbeit Clearing Space in Still Water versucht Sibel Horada ihre Beziehung zum Istanbuler Taksim-Platz wiederherzustellen. Auf einem Bildschirm sehen wir zwei Hände, die in einem Wasserbecken mit einem traditionellen Marmorierpinsel aus Rosshaar die Kunst des Marmorierens üben. Auf dem anderen Bildschirm sehen wir, wie derselbe Pinsel verschiedene Oberflächen rund um den Taksim-Platz streichelt. Wir beobachten die Künstlerin, wie sie metaphorisch Farben von diesen Materialien abnimmt und sie in das stille Wasser tropft, das sich in den Becken des Taksim-Republik-Denkmals angesammelt hat.

Durch den Einsatz des Films als performatives Medium versucht sie, dieses Wasser zu aktivieren, als ob sie „eine Analogie zwischen Unterbrechungen in unserem kollektiven Gedächtnis und [der ausgelöschten Tatsache, dass] das Taksim-Republik-Denkmal ursprünglich als quadratischer Brunnen entworfen wurde, aber nie an eine Wasserquelle angeschlossen war“ zieht.

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