printing futures

18. Juni – 25. September 2022

about

Im diesem Jahr ist die documenta zum ersten Mal auch in Göttingen zu Gast! Das Kunsthaus Göttingen präsentiert unter dem Titel printing futures als Partnerprojekt der documenta fifteen zehn internationale Künstler*Innen, die sich in ihrer Arbeit mit Papier als künstlerischem Medium auseinandersetzen.

Papier ist ein überall verfügbares Material, von seltenen Kunstdruckpapieren bis hin zu einfachen Alltagspapieren – bedruckt oder unbedruckt. Weiß und voller Potenzial kann es auf vielfältige Weise genutzt werden. Für die documenta fifteen wird das Kunsthaus Göttingen in ein Haus des Papiers („House of Paper“) verwandelt, in dem Werke der teilnehmenden Künstler*Innen auf verschiedenen Papieren ausgestellt bzw. Wege des Papiers in der Erarbeitung von Kunstwerken gezeigt werden.

Aus der Türkei, Indien, den USA, Bangladesch, Singapur, England, dem Libanon und Deutschland kommend, werden die Künstler*Innen zum einen neue Werke vorstellen.

Zum anderen werden sie teils auch direkt vor Ort im Kunsthaus Göttingen an Kunstprojekten arbeiten und mit den Besucher*Innen in Dialog treten. Im Austausch mit den documenta-Künstler*Innen in Kassel bei Residencies werden aus den Ausstellungen und Interaktionen in Kassel und Göttingen, sowie und im Rahmen des prozessorientierten Kasseler Projekts lumbung press zudem Bücher entstehen, die im Göttinger Steidl Verlag gedruckt werden. Keine Kataloge, sondern wiederum Kunstobjekte, die das Gedächtnis dieser documenta bilden.

Öffnungszeiten: Mi/ Fr-So 11-18 Uhr & Do 11-20 Uhr

Eintritt frei * (Sponsor Sartorius)

Ausstellungsflyer (zum Downloaden)

Begleitprogramm (zum Downloaden)

ausstellung

Das vielseitige Projekt printing futures verbindet Ausstellungsbeiträge von den Künstler*Innen Shahidul Alam (Bangladesch), Alper Aydın (Türkei), Theseus Chan (Singapur), Jim Dine (USA), Christoph Heubner (Deutschland), Sibel Horada (Türkei), Sofia Karim (England), Maya Mercer (USA), Albert Ostermaier (Deutschland) und Dayanita Singh (Indien) an drei benachbarten Standorten innerhalb des Göttinger Kunstquartiers zwischen Düsterer Straße und Nikolaistraße angrenzend an den Nikolaikirchhof. Im Kunsthaus Göttingen werden neun Künstler*Innen präsentiert. Im Oschmann- Haus nebenan (Düstere Straße 26)- wird Jim Dines seine Installation „Electrolyte in Blue“ ausstellen und im neuen Literaturhaus Göttingen werden zeitweise performative Veranstaltungen von Albert Ostermaier an die im Kunsthaus gezeigten Werke von Maya Mercer anknüpfen.


begleitprogramm

steidl verlag – documenta fifteen / lumbung press

Nur wenige Häuser vom Kunsthaus Göttingen entfernt, befindet sich das Druck- und Verlagshaus Steidl, in dem alle Prozesse der Buchherstellung unter einem Dach stattfinden. Durch die Zusammenarbeit von Steidl, documenta fifteen und lumbung press – einer in der documenta-Halle/ Kassel installierten Druckmaschine an der documenta-Künstler*Innen Buch- bzw. Zeitungsprojekte erproben – wird Steidl für jede/n Künstler*In des Projekts printing futures ein neues Buch drucken, veröffentlichen und weltweit vertreiben. Unter Verwendung von Offsetdruck und Buchbinderei als kreative Medien wird die Steidl-documenta fifteen / lumbung press – vor den Augen der Öffentlichkeit die Ideen der Künstlerinnen und Künstler in vielfältigen Buchobjekten umsetzen, die eine greifbare und bleibende Erinnerung an ihre Beiträge zur documenta fifteen bilden.

Zur Veranschaulichung der Prozesse gewährt Steidl im August/ September im Rahmen eines „Gläserne Druckerei“ Einblicke hinter die Kulissen.

Verlagsprojekte – Kassel / Göttingen

Steidl Verlag – documenta15 / lumbung press

La Intermundial Holobiente / Argentinien

Wajukuu Art Project / Kenia

Britto Arts Trust / Bangladesch

Nähere Informationen zum Steidl Verlag finden Sie unter: steidl.de

partner

documenta fifteen, kassel

Credits: documenta fifteen, ruruHaus, Kassel, 2021, Foto: Nicolas Wefers

2022 steht Kassel wieder 100 Tage lang im Fokus der internationalen Öffentlichkeit: Vom 18. Juni bis 25. September findet die documenta fifteen statt – die fünfzehnte Ausgabe der documenta, die als eine der weltweit bedeutendsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst seit 1955 gilt. Alle fünf Jahre bringt sie internationale Künstler*innen, Kulturschaffende und Besucher*innen zusammen. Die documenta hat sich so zu einem Seismografen für die internationale zeitgenössische Kunst und ihre Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen entwickelt. Mit ruangrupa kuratiert erstmalig ein Künstler*innenkollektiv die documenta. Die im Kern neunköpfige Gruppe aus Jakarta, Indonesien, realisiert gemeinschaftlich Ausstellungen, Festivals und andere Projekte. Dabei beruht ihre Arbeit auf einer ganzheitlichen sozialen, räumlichen und persönlichen Praxis, in der Werte wie Freundschaft, Solidarität und Gemeinschaft eine zentrale Bedeutung haben.

Mehr Informationen zur documenta finden Sie hier.

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